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Sommer im Garten

Jeder bepflanzte Gartenteich ist eine Oase der Ruhe, die an lauen Sommerabenden und sonnigen Wochenenden geradezu zum Entspannen einlädt. Es gibt nichts Beruhigerendes als auf das spiegelnde Wasser vom Gartenteich zu blicken, sich an den Blüten zu erfreuen und dem leisen Glucksen eines Wasserspiels zu lauschen. Nils Zryd gibt einen kleinen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten eines Gartenteichs.

Naturteich oder Wasserbecken – hängt das nur von den persönlichen Vorlieben ab?

Wer mit dem Gedanken spielt, einen Gartenteich anlegen zu lassen, wird über die Vielfalt der Möglichkeiten wahrscheinlich überrascht sein. Natürlich stehen persönliche Vorlieben im Vordergrund, aber auch Grösse und Stil des Gartens und seine vorrangige Benutzung beeinflussen die Gestaltung eines Gartenteiches.

Naturliebhaber werden sich für einen Gartenteich mit geschwungenem Ufer und einer großen Vielfalt an Pflanzen entscheiden, in der auch heimische Tiere einen Lebensraum finden. Dieser Teichtyp lässt sich in das Gesamtbild von Landhaus- oder Naturgärten leichter einbetten als ein eckiges Becken.

Ein formaler Zierteich besticht durch seine architektonische Form, durch Eleganz und klare Linien. Pflanzen werden sparsam, aber effektvoll eingesetzt. Im Vordergrund steht ein repräsentatives Aussehen, das neben einem Sitzplätz die gewünschte Aufmerksamkeit erhält.

Wie gross soll ein Gartenteich sein?

Die Grösse richtet sich nach der Gartengrösse und der geplanten Nutzung. Je grösser der Teich, desto leichter die Pflege. Formale Gartenteiche beginnen ab einer Grösse von 1 qm, das ist etwa die Fläche, die Zwergseerosen für ihre Blätter brauchen. Ein naturnaher Teich sollte mindestens 80 cm tief sein und eine Wasserfläche von 20 qm haben. Ist diese Grösse nicht möglich, sollte ein Bach oder ein Springbrunnen das Wasser auf Trab halten und es mit Sauerstoff anreichern.

Schwimmteich

Wie hoch ist der Pflegeaufwand?

Pflanzen abschneiden, Blätter abfischen, Algen bekämpfen – je grösser ein Gartenteich ist, desto weniger Pflege braucht er, da sich mit der Zeit ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Abbau von Pflanzen einstellt. Ab einer Wasserfläche von 20qm sind naturnahe Gartenteiche pflegeleicht wie Staudenbeete – rechnen Sie je nach Teichgrösse mit 1 bis 2 Stunden Pflege pro Woche.

In formalen Gartenteichen mit spärlicher Bepflanzung müssen Sie nicht mit wuchernde Pflanzen kämpfen, dafür vermehrt auf Algen achten. Das gilt auch bei hohem Fischbesatz, da die Ausscheidungen der Fische und unverbrauchtes Futter wie Dünger wirken.

Gibt es bei der Bepflanzung etwas zu beachten?

Sie können den Boden im Gartenteich entweder komplett mit Erde bedecken und die Pflanzen direkt hineinpflanzen oder diese in speziellen Gitterkörbe aus Kunststoff in den Gartenteich setzen. Solche Gitterkörbe im Gartenteich halten allerdings keine wuchernden Pflanzen wie Rohrkolben im Zaum. Es dauert nur etwas länger, bis diese ins Freie kommen und den Gartenteich erobern.

Bepflanzen Sie den Gartenteich so, dass noch gut ein Drittel der Wasserfläche frei bleibt. In kleineren Teichen mit bis zu 80 cm Tiefe sollten Sie auf Fische verzichten.

Natürlich dürfen Seerosen in keinem Gartenteich fehlen, für jede Teichgröße gibt es passende Sorten. Es gibt fertige Teichpflanzenerde zu kaufen, Lehmboden aus dem Garten ohne Wurzelreste tut es aber ebenso. Nur Kompost und gedüngte Erde sind für den Gartenteich absolut tabu.